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Winzer: Ausbildung, Gehalt & Weiterbildung

  • Autor: Bennett Asal
  • Aktualisiert: 25.02.2025
  • Lesedauer: 12 Minuten
Titelbild: Winzer Beruf

Factsheet

Empfohlener Schulabschluss: Mittlere Reife
Ausbildungsart: Duale Ausbildung
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: ca. 2.200 €
Arbeitsorte: Weingut, Kellerei
Arbeitszeiten: werktags und am Wochenende

Was macht ein Winzer?

Genuss verbinden viele mit einem leckeren Essen und einem passenden Glas Wein. Doch bis der Wein zum Verkauf in den Regalen steht, vergeht ein langer Prozess. Als Winzer oder WeingÀrtner bist Du von Anfang dabei und begleitest die Traube vom Anbau bis hin zum fertigen Produkt. Dich erwarten also viele unterschiedliche Aufgaben.

Anbau

Deine Arbeit beginnt im Weinberg. Im ersten Schritt behandelst Du den Boden, damit Du danach die Weinstöcke pflanzen kannst. Auch die Pflege gehört zu Deinen Aufgaben: Du musst die Rebstöcke regelmĂ€ĂŸig zurĂŒckschneiden und dĂŒngen, BlĂ€tter entfernen und die Trauben vor Frost oder SchĂ€dlingen schĂŒtzen. Nur wenn ideale Bedingungen herrschen, erhĂ€ltst Du spĂ€ter einen hohen Ertrag in guter QualitĂ€t.

Einen Großteil der Arbeit erledigst Du per Hand, fĂŒr manche Aufgaben greifst Du aber auch auf die Hilfe von landwirtschaftlichen Maschinen zurĂŒck.

Weinlese

Wenn die Trauben im Herbst reif sind, beginnt fĂŒr Dich die anstrengendste Zeit als Winzer. Um eine bestmögliche QualitĂ€t des Weines sicherzustellen, werden die Trauben meist per Hand gelesen. So verhinderst Du, dass schlechte Trauben verarbeitet werden. Wichtig ist auch, dass Du als Winzerin stets den Überblick behĂ€ltst und Deine Erntehelfer organisierst und richtig einteilst.

Produktion

Nach der Weinlese folgt die eigentliche Herstellung des Weines. Auch hier bist Du als Winzer:in gefragt. Die Arbeitsschritte unterscheiden sich, je nachdem ob du Rotwein, Weißwein, Sekt oder FruchtsĂ€fte produzierst.

Du ĂŒberwachst den GĂ€rungsprozess und nimmst Einfluss, indem Du Zusatzstoffe hinzugibst und die Temperatur kontrollierst. Dabei prĂŒfst Du stĂ€ndig den Geschmack, die Farbe und die Konsistenz des Weines. Ein sehr krĂ€ftiger Wein muss dabei mehrere Jahre in FĂ€ssern reifen. Bist Du mit der QualitĂ€t zufrieden, geht es an das AbfĂŒllen in Flaschen.

Verkauf

Vor dem Weinregal kann es durch die große Auswahl schnell zur Überforderung kommen. Damit sich die Kundschaft fĂŒr Deinen Wein entscheidet, gehört es auch zu Deinen Aufgaben als Winzer, den Wein gut zu vermarkten. Du ĂŒberlegst Dir ein ansprechendes Etikett, kalkulierst die Preise und fĂŒhrst GesprĂ€che mit ZwischenhĂ€ndlern und Endkunden.

Um Kunden direkt zu gewinnen, bietest Du Weinproben an und berÀtst, welcher Wein am besten zu welchen Gerichten passt.

Wo arbeite ich als Winzer?

Ein Großteil der Winzer:innen arbeitet selbststĂ€ndig in einem Familienunternehmen. Die meiste Zeit findet man Dich als Winzer in den Weinbergen, egal bei welchem Wetter. Abseits der Kultivierung der Trauben bist Du aber auch im Weinkeller, Lagerhallen oder den VerkaufsrĂ€umen zu finden.
Solltest Du keinen eigenen Betrieb haben, kannst Du auch als Angestellter auf WeingĂŒtern oder in Kellereien arbeiten.

Ausbildung zum Winzer

Die Ausbildung zum:r Winzer:in ist eine landwirtschaftliche, duale Ausbildung. Das bedeutet, dass Du Theorie und Praxis gleichzeitig beigebracht bekommst. In der Berufsschule wird Dir das theoretische Wissen vermittelt, das Du praktisch direkt in Deinem Ausbildungsbetrieb anwendest. Über deine Aufgaben musst Du ein schriftliches Berichtsheft fĂŒhren, das regelmĂ€ĂŸig von Deinem Ausbilder ĂŒberprĂŒft wird.

In der Branche ist es ĂŒblich, wĂ€hrend der Ausbildung den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Auf diese Weise lernst Du unterschiedliche Betriebe und ihre individuelle Arbeitsweise kennen und durchlĂ€ufst den Lebenszyklus eines Weinstocks gleich mehrfach.

Normalerweise dauert die Ausbildung zum Winzer 3 Jahre. Am Ende Deines zweiten Ausbildungsjahres musst Du eine ZwischenprĂŒfung absolvieren, die aus einer praktischen und einer schriftlichen Aufgabe besteht. Am Ende der Ausbildung musst Du noch eine AbschlussprĂŒfung bestehen, dann darfst Du Dich staatlich geprĂŒfter Winzer nennen.

Welche Voraussetzungen muss ich fĂŒr die Ausbildung zum Winzer erfĂŒllen?

  • Mittlerer Schulabschluss
  • Gute Noten in Biologie, Mathematik und Chemie
  • Technisches VerstĂ€ndnis und Geschick
  • Körperliche Belastbarkeit
  • SorgfĂ€ltige und genaue Arbeitsweise

Theoretisch kannst Du mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Schulabschluss Winzer werden. Ein Großteil der Azubis besitzt aber das (Fach-)Abitur, weshalb wir mindestens einen mittleren Schulabschluss empfehlen.

Bestenfalls hast Du gute Noten in Biologie, Chemie und Mathematik. Die Arbeit mit Pflanzen erfordert ein gutes biologisches Grundwissen. Gleichzeitig brauchst Du chemisches Wissen, um Zusatzstoffe sowie DĂŒng- und Pflanzenschutzmittel richtig einzusetzen. Um Mostgewicht und Anteilsberechnungen durchzufĂŒhren, brauchst Du gute Mathekenntnisse.

Wichtig sind FĂ€higkeiten wie handwerklich-technisches Geschick, um Computer und Maschinen richtig zu bedienen. Du musst körperlich belastbar sein, da Du viel Zeit in den Weinbergen verbringst und dort weitgehend mit der Hand arbeitest. Außerdem solltest Du genau und sorgfĂ€ltig arbeiten können, um beispielsweise Hygiene- und QualitĂ€tsstandards einzuhalten.

Wie lÀuft die Ausbildung zum Winzer ab?

Die duale Ausbildung kennzeichnet sich durch den stĂ€ndigen Wechsel aus Theorie und Praxis. Auszubildende arbeiten von Beginn an im Betrieb und ĂŒbernehmen nach und nach immer mehr Aufgaben. Gleichzeitig wird an festen Tagen in der Woche die Berufsschule besucht, um das theoretische Wissen zu erlangen.

Theorieunterricht

Der theoretische Unterricht umfasst neben allgemeinbildenden FĂ€chern Bereiche wie Pflanzenstandorte, Pflanzenverwendung; Organisation und Kontrolle von Produktions- und ArbeitsablĂ€ufen sowie umweltbewusste KulturfĂŒhrung und Kulturenpflege. Typische FĂ€cher sind:

  • Weinbautechnik
  • Kellerwirtschaft
  • Betriebliches Rechnen

Praxis

Im Ausbildungsbetrieb begleitest Du die Weinrebe vollstĂ€ndig durch den Lebenszyklus. Du lernst alles vom Anbau bis zur AbfĂŒllung in die Flaschen. Wie schon erwĂ€hnt ist es ĂŒblich, dass Du den Ausbildungsbetrieb in der Ausbildung wechselst, um verschiedene Arbeitsweisen kennenzulernen.

ZwischenprĂŒfung

Vor dem Ende Deines zweiten Ausbildungsjahres musst Du eine ZwischenprĂŒfung ablegen. Sie besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil.

Praktische PrĂŒfung: In einem Zeitraum von maximal 3 Stunden musst Du 3 Aufgaben durchfĂŒhren und in jeweils einem PrĂŒfungsgesprĂ€ch erlĂ€utern. Mögliche Aufgaben sind:

  1. Untersuchen und Beurteilen von Most
  2. Behandeln von Most
  3. DurchfĂŒhren von Arbeiten am Rebstock
  4. Einsatz, Verwendungszweck und Pflege von Werkzeugen und Werkstoffen
  5. Einsatz, Pflege und Instandhalten von Maschinen, GerÀten und Betriebseinrichtungen
  6. Entnehmen von Bodenproben
  7. ErlÀutern eines Bodenprofils und des Bodenaufbaus
  8. DurchfĂŒhren von Bodenbearbeitungsmaßnahmen

Ebenfalls einbezogen werden die Thematiken Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung sowie die Techniken und Organisation der betrieblichen Arbeit und Produktion.

Schriftliche PrĂŒfung: In der schriftlichen PrĂŒfung musst Du im Zeitraum von 90 Minuten Aufgaben aus folgenden Bereichen bearbeiten:

  1. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  2. Berufsbildung
  3. Natur- und Umweltschutz; rationelle Energie- und Materialverwendung
  4. Bearbeiten und Pflegen des Bodens; Erhalten einer nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit
  5. QualitÀtsorientiertes und umweltschonendes Pflanzen, Pflegen und Nutzen von Reben
  6. QualitÀtsorientiertes und umweltschonendes Bereiten von Wein

AbschlussprĂŒfung

Die abschließende PrĂŒfung besteht ebenfalls aus einer praktischen und einer schriftlichen PrĂŒfung. Die Inhalte werden von der Verordnung ĂŒber die Berufsausbildung zum Winzer/zur Winzerin (WinzerAusbV) bestimmt.

Praktische AbschlussprĂŒfung

In der praktischen PrĂŒfung sollst Du nachweisen, dass Du betriebliche ZusammenhĂ€nge verstehst und die erworbenen FĂ€higkeiten und Kenntnisse praxisbezogen anwenden und ĂŒbertragen kannst.
In insgesamt höchstens 7 Stunden musst Du je eine Aufgabe aus den Bereichen Traubenproduktion, Kellerwirtschaft und Vermarktung betrieblicher Erzeugnisse bearbeiten und erlÀutern.

Wie auch bei der ZwischenprĂŒfung sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung sowie die Techniken und Organisation der betrieblichen Arbeit und Produktion einzubeziehen.

Folgende Aufgaben kommen fĂŒr die praktische PrĂŒfung in Frage:

  1. in der Traubenproduktion:
    1. Bearbeiten und Pflegen des Bodens,
    2. qualitÀtsorientiertes und umweltschonendes Pflanzen, Pflegen und Nutzen von Reben;
  2. in der Kellerwirtschaft:
    1. DurchfĂŒhren oenologischer Verfahren,
    2. Behandeln und Ausbauen von Wein,
    3. DurchfĂŒhren von Maßnahmen der QualitĂ€tssicherung,
    4. AbfĂŒllen von Wein;
  3. in der Vermarktung betrieblicher Erzeugnisse:
    1. Ausstatten und Verpacken,
    2. sensorisches Bewerten von Wein,
    3. Beraten von Kunden und verkaufsförderndes PrÀsentieren von Waren.
Schriftliche AbschlussprĂŒfung

Die schriftliche PrĂŒfung wird in den FĂ€chern Traubenproduktion, Kellerwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durchgefĂŒhrt. Dabei kommen Fragen und Aufgaben aus folgenden Gebieten in Betracht:

  1. im PrĂŒfungsfach Traubenproduktion:
    1. Bearbeiten und Pflegen des Bodens, Pflegen und Nutzen von Reben, Ermitteln und Bewerten von Leistungen und Kosten unter Einbeziehung von Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung sowie von Techniken und Organisation der betrieblichen Arbeit und Produktion;
  2. im PrĂŒfungsfach Kellerwirtschaft:
    1. oenologische Verfahren, qualitÀtsorientiertes und umweltschonendes Bereiten von Wein, Grundlagen des Herstellens sonstiger Erzeugnisse aus Trauben und Wein, Ermitteln und Bewerten von Leistungen und Kosten unter Einbeziehung von rationeller Energie- und Materialverwendung sowie von Techniken und Organisation der betrieblichen Arbeit und Produktion;
  3. im PrĂŒfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:
    1. allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche ZusammenhÀnge der Berufs- und Arbeitswelt.

Winzer: Gehalt wÀhrend der Ausbildung

Dein genaues Gehalt wird in Deinem Ausbildungsvertrag festgehalten und fĂ€llt individuell unterschiedlich aus. Der Mindestlohn sichert Dir zum Ausbildungsbeginn aber einen Lohn von 682 Euro brutto. Da Du im Laufe Deiner Ausbildung zur Winzerin auch mehr Verantwortung ĂŒbernimmst, steigt auch Dein Gehalt entsprechend an.

Grob kannst Du wĂ€hrend der Ausbildung laut Bundesinstitut fĂŒr Berufsbildung folgendes Gehalt erwarten:

  • im 1. Ausbildungsjahr: circa 994 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr: circa 1.054 Euro brutto
  • im 3. Ausbildungsjahr: circa 1.122 Euro brutto

Winzer: Gehalt nach der Ausbildung

Im Berufsleben richtet sich Dein Gehalt als Winzer nach unterschiedlichen Faktoren. So wirken sich die Branche, der Arbeitsort und Deine Berufserfahrung auf das Gehalt aus. Einige Betriebe sind tariflich gebunden. Dann gilt fĂŒr Dich der Tarifvertrag fĂŒr die Land- und Forstwirtschaft. GrundsĂ€tzlich kannst Du mit einem Einstiegsgehalt von circa 2.230 € brutto rechnen.

Gehaltsunterschiede entstehen nicht nur aufgrund einer Tarifbindung oder der Wirtschaftlichkeit Deines Betriebs. Auch der Wohnort wirkt sich auf das Gehalt aus. Durchschnittlich verdient ein Winzer in Deutschland 2.510 Euro brutto.

Gehalt Winzer: Tarifvertrag Land- und Forstwirtschaft

Die meisten Betriebe orientieren sich bei der VergĂŒtung am Tarifvertrag der Land- und Forstwirtschaft. Dein genaues Gehalt als Winzerin richtet sich nach deiner tariflichen VergĂŒtungsgruppe.

Nach der Ausbildung wirst Du als ausgelernter Winzer vermutlich in die unterste Gruppe fĂŒr Angestellte mit abgeschlossener Berufsausbildung eingeordnet. Das entspricht der Lohngruppe 3 (Ecklohn). Übernimmst Du mehr Aufgaben, kannst Du in der Lohngruppe aufsteigen. Als Winzermeister wirst Du in die Lohngruppe 5 einsortiert, die Dir ein deutlich höheres Gehalt einbringt.

Gehaltsgruppe Lohn seit 01.04.2024
1 2.338,52 €
2 2.630,83 €
3 (Eckgehalt) 2.923,15 €
4 3.361,62 €
5 freie Vereinbarung

Quelle: https://www.landwirtschaftskammer.de/bildung/pdf/fa-lohntarifvertrag.pdf

Gehalt in den BundeslÀndern

Trotz des geltenden Tarifvertrages fĂŒr Land- und Forstwirtschaft kann es zu regionalen Unterschieden kommen. FĂŒr gewöhnlich verdienst Du auch heute im Osten noch weniger als im Westen. Durchschnittlich verdient ein Winzer in Deutschland 3.720 Euro brutto. Am höchsten ist der Verdienst in Baden-WĂŒrttemberg, am wenigsten verdienst Du durchschnittlich in Mecklenburg-Vorpommern. Die Unterschiede zwischen den meisten BundeslĂ€ndern sind aber eher gering.

SÀulendiagramm: Durchschnittliches Gehalt als Winzer in den BundeslÀndern in Deutschland.

Quelle: GEHALT.de. (2025). https://www.gehalt.de/beruf/winzer

Wie kann ich mich als Winzer weiterbilden?

Als Winzer:in hast Du mehrere Möglichkeiten, Dich weiterzubilden. Möchtest Du Dein Wissen aktuell halten, ist eine Anpassungsfortbildung gut geeignet. Geht es Dir darum, Karriere zu machen und mehr Geld zu verdienen, empfehlen sich ein eine Aufstiegsfortbildung oder ein Studium.

Anpassungsfortbildung

Anpassungsfortbildungen sorgen dafĂŒr, dass Du ĂŒber aktuelle Entwicklungen bestens informiert bist. So lernst Du zum Beispiel VerĂ€nderungen in den Bereichen Weinbau, Pflanzenschutz oder Weinseminare kennen. Diese Fortbildungen helfen dabei, bei aktuellen Trends stets informiert zu sein.

Aufstiegsfortbildung

Mit einer Aufstiegsfortbildung kannst Du die Karriereleiter nach oben klettern. Typische Aufstiegsfortbildungen nach der Ausbildung zum Winzer sind:

  • Winzermeister
  • WeinkĂŒfermeister
  • Techniker – Weinbau und Kellerwirtschaft

Studium

Sofern Du ĂŒber das (Fach-)Abitur verfĂŒgst, kannst Du Deiner Ausbildung auch ein Studium anschließen. Dann kannst Du beispielsweise in der forstwirtschaftlichen Beratung oder im Management der Land- und Forstwirtschaft arbeiten.

Passende StudiengÀnge sind zum Beispiel:

  • Weinbau und Önologie
  • International Wine Business
  • Wein-Technologie-Management
  • Weinmarketing und Management

Fazit: Warum sollte ich Winzer werden?

Wer sich fĂŒr Wein interessiert, gerne in der Natur arbeitet und sich vor chemischen und mathematischen Themen nicht scheut, ist in der Ausbildung zur Winzerin womöglich richtig! Der Beruf des Winzers besteht aus sehr vielfĂ€ltigen Aufgaben rund um die Themen Weinanbau, Wirtschaft und Marketing. Der Beruf gehört zwar nicht zu den am besten bezahltesten, durch eine Weiterbildung zum Meister oder ein Studium lĂ€sst sich Dein Gehalt aber erheblich ausbessern.

HĂ€ufige Fragen

Ein Winzer ist fĂŒr alle Schritte vom Weinanbau bis zum Verkauf zustĂ€ndig. Die Pflege der Rebstöcke gehört dabei ebenso zu den Aufgaben wie die Kontrolle der Herstellung, die FĂŒllung in Flaschen und das Vermarkten.
Winzer darf sich nennen, wer die 3-jĂ€hrige Ausbildung zum Winzer erfolgreich abgeschlossen hat. Auch durch ein Studium im Fach Weinbau und Önologie kann man die Berufsbezeichnung Winzer erlangen.
In Deutschland gibt es etwa 11.000 Weinbau-Betriebe. Als Winzer arbeiten in Deutschland etwa 17.000 Menschen.
FĂŒr die Ausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss empfehlenswert. Doch auch mit einem Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss kann die Ausbildung absolviert werden. FĂŒr ein Studium braucht es das (Fach-)Abitur.
Um Winzer zu werden, muss man eine Ausbildung zum Winzer absolvieren. Diese dauert 3 Jahre und lÀuft dual ab.