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Medizinische Fachangestellte:
Ausbildung, Gehalt & Weiterbildung

  • Autor: Laura Lindemann
  • Aktualisiert: 31.10.2023
  • Lesedauer: 12 Minuten
Titelbild: Medizinische Fachangestellte (MFA)

Factsheet

Empfohlener Schulabschluss: Jeder Schulabschluss
Ausbildungsart: Duale Ausbildung
Dauer der Ausbildung: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: ca. 2200 ‚ā¨
Arbeitsorte: Arztpraxis, Krankenhaus, Reha-Zentrum, Gesundheitsamt
Arbeitszeiten: Schicht- und Bereitschaftsdienst

Was macht eine Medizinische Fachangestellte?

Medizinische Fachangestellte kennen viele auch heute noch unter den Berufsbezeichnungen ‚ÄúArzthelferin‚ÄĚ oder ‚ÄúSprechstundenhilfe‚ÄĚ. Dabei gehen die Aufgaben und T√§tigkeiten weit √ľber Letzteres hinaus. Als Medizinische Fachangestellte bist Du die rechte Hand des √§rztlichen Fachpersonals und die Schnittstelle zwischen Patienten, √Ąrzteschaft, Versorgung und der Verwaltung.¬†

Traditionell spricht man auch von einem typischen Mischberuf: Du √ľbernimmst medizinische, organisatorische, technische und pers√∂nliche Aufgaben.

Der Berufsalltag der Medizinischen Fachangestellten ist sehr vielfältig. Die Aufgaben können sich je nach Fachrichtung, Größe und Schwerpunkt der jeweiligen Praxis oder Betriebs deutlich unterscheiden. Typische Aufgaben im Berufsalltag der Medizinischen Fachangestellten sind:

Vorbereitung der Behandlungsräume

Im Praxisalltag ist es sehr wichtig, dass die Behandlungsr√§ume sauber sind und Arzneimittel und Instrumente f√ľr die Behandlung bereitstehen. Als medizinischer Fachangestellter bist Du f√ľr die Hygienema√ünahmen und die Vorbereitung zust√§ndig.

Beratung der Patienten

Am Empfang bist Du f√ľr die Patienten der erste Ansprechpartner, auch am Telefon. Nach Behandlungen kl√§rst Du die Patienten √ľber den weiteren Verlauf auf. Auch hinsichtlich Pr√§ventionsma√ünahmen bist Du die richtige Ansprechperson. Du kl√§rst √ľber verschiedene Ma√ünahmen auf und informierst beispielsweise auch √ľber Impfungen.

Laborarbeiten

Blutproben schickst Du in der Regel ins Labor. Kleinere Laborarbeiten wie zum Beispiel Harnproben f√ľhrst Du selbst durch und analysierst die Proben auf unterschiedliche Werte. Ergeben sich Auff√§lligkeiten, teilst Du das dem behandelnden Arzt oder der √Ąrztin mit.

Assistenzaufgaben

Als rechte Hand der √Ąrzteschaft bist Du bei den Behandlungen meist dabei oder auch allein daf√ľr zust√§ndig. Beispielsweise √ľbernimmst Du kleine medizinische Aufgaben wie Blutdruckmessungen, Blutabnehmen, das Anlegen von Verb√§nden oder die Verabreichung von Medikamenten und Injektionen. Bei der √§rztlichen Behandlung assistierst Du und reichst beispielsweise erforderliche Instrumente an. Auch bei der Dokumentation von Diagnosen bist Du assistierend t√§tig.

Verwaltungsaufgaben

Der Gro√üteil des Praxismanagements z√§hlt zu Deinen Aufgaben als Medizinische Fachangestellte. Du organisierst den Ablauf in der Praxis, pflegst die Patientenakten und machst Termine aus, k√ľmmerst Dich um aufkommende Post sowie Rechnungen und Abrechnungen. Dabei beh√§ltst Du stets den √úberblick √ľber den Praxisbedarf und bestellst fehlende Dinge nach.¬†

Auch f√ľr den Kontakt mit anderen Dienstleistungsbetrieben wie Apotheken, Alten- und Pflegeheimen oder Pflegediensten bist Du verantwortlich.¬†

Die Urlaubsplanung und das Qualit√§tsmanagement k√∂nnen auch zu Deinen Aufgaben als MFA z√§hlen ‚Äď in gr√∂√üeren Praxen werden diese Aufgaben oft von einem Praxismanager √ľbernommen.

Wo kann ich als Medizinische Fachangestellte arbeiten?

Als Medizinische Fachangestellte bist Du meistens in Arztpraxen jeglicher Fachrichtungen angestellt. Doch auch in Krankenhäusern, Fachkliniken oder Rehabilitationszentren kannst Du als MFA arbeiten. Nicht zuletzt ist auch die Arbeit beim Gesundheitsamt denkbar.

Medizinische Fachangestellte bei der Bundeswehr

Nicht nur als Gesundheits- und Krankenpfleger, sondern auch als Medizinischer Fachangestellter kannst Du eine Laufbahn bei der Bundeswehr anstreben. Dort gibt es sowohl zivile als auch militärische Arzthelfer. Als zivile Medizinische Fachangestellte ist die Bundeswehr Dein Ausbildungsbetrieb. Dein Berufsumfeld ist hier ein Bundeswehrkrankenhaus oder auch eine regionale Sanitätseinrichtung.

 

Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA)

Wenn du staatlich anerkannte Medizinische Fachangestellte werden willst, musst Du eine 3-jährige duale Ausbildung abschließen. Dual bedeutet, dass Du direkt in Deinem gewählten Ausbildungsbetrieb arbeitest und an einigen Tagen zusätzlich die Berufsschule besuchst. So wird Dir in der Schule das theoretische Wissen vermittelt, das Du in der Praxis direkt anwenden kannst.

Als Ausbildungsnachweis musst Du ein Berichtsheft √ľber Deine T√§tigkeiten und Aufgaben f√ľhren. Dieses Heft wird regelm√§√üig von Deiner Ausbilderin √ľberpr√ľft. Zur Mitte deiner Ausbildung musst Du eine schriftliche Zwischenpr√ľfung ablegen. Am Ende der MFA-Ausbildung absolvierst Du eine Abschlusspr√ľfung, die aus drei schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Hast Du die Pr√ľfungen erfolgreich bestanden, bist Du staatlich anerkannter Medizinischer Fachangestellter bzw. Medizinische Fachangestellte.

Kann ich die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten verk√ľrzen?

Es gibt verschiedene M√∂glichkeiten, die Ausbildungsdauer von 3 Jahren zu verk√ľrzen:¬†

Einerseits kannst Du Dir den Schulabschluss anrechnen lassen: Hast Du einen mittleren Schulabschluss, l√§sst sich die Ausbildung um bis zu 6 Monate verk√ľrzen, bei der allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife kann um bis zu 12 Monate verk√ľrzt werden. Hierf√ľr muss fr√ľhzeitig ein Antrag bei der jeweiligen Kammer gestellt werden.¬†

Auch eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung kann Deine Ausbildungsdauer um bis zu 12 Monate verk√ľrzen. Der Antrag l√§uft auch hier √ľber die zust√§ndige Kammer.¬†

Die letzte M√∂glichkeit, die Dauer der Ausbildung zu reduzieren, ist √ľber Deine Leistung. Schlie√üt Du die Zwischenpr√ľfung gegen Mitte der Ausbildungszeit mit einem bestimmten Notendurchschnitt ab, kannst Du eine vorzeitige Zulassung zur Abschlusspr√ľfung beantragen. F√ľr den Antrag brauchst Du sowohl die Zustimmung der Berufsschule und auch Deines Ausbildungsbetriebs.¬†

Welche Voraussetzungen muss man f√ľr die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten erf√ľllen?

  • Kein Mindestschulabschluss¬†
  • Gute Noten in Biologie, Mathe und Deutsch¬†
  • Exaktes & gewissenhaftes Arbeiten¬†
  • Empathie & Kontaktfreude¬†
  • Verantwortungsbewusstsein¬†
  • Belastbarkeit

Wenn du Medizinische Fachangestellte werden willst, brauchst Du keinen Mindestschulabschluss. Statistiken zeigen, dass der Gro√üteil der Auszubildenden einen mittleren Schulabschluss vorweisen kann. Je besser Dein Schulabschluss ist, desto gr√∂√üer sind nat√ľrlich auch Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz ‚Äď oder eine Verk√ľrzung der Ausbildungsdauer.¬†

Besonders in Biologie sind gute oder sehr gute Noten ein gro√üer Vorteil f√ľr die Arbeit im medizinischen Bereich. Auch gute Leistungen in Mathe und Deutsch sind hilfreich, aber kein Muss. Wichtiger sind Soft Skills wie Kontaktfreude und Empathie. Zudem solltest Du ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen und sehr gewissenhaft arbeiten.

Wie läuft die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten ab?

Typisch f√ľr die duale Ausbildung ist der st√§ndige Wechsel aus Theorie und Praxis. Du arbeitest direkt in Deinem gew√§hlten Ausbildungsbetrieb und kannst das theoretische Hintergrundwissen aus der Berufsschule im Berufsalltag anwenden.

Theorieunterricht

In der Berufsschule hast Du unter anderem folgende Fächer: 

  • Grundlagen des Gesundheitswesens
  • Ma√ünahmen der Praxishygiene
  • Warenbeschaffung
  • Erste-Hilfe-Ma√ünahmen
  • Biologie, Mathe, Chemie & Deutsch

Praxis

Von Beginn an arbeitest Du in einem Betrieb, meistens in einer Arztpraxis. Du √ľbernimmst immer mehr Aufgaben und bist f√ľr die Organisation und den Ablauf von Behandlungen zust√§ndig. Anfangs nat√ľrlich immer unter Aufsicht von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. So nimmst Du Kunden in Empfang, erstellst Rechnungen und √úberweisungen oder √ľbernimmst kleine medizinische Aufgaben wie Blutdruckmessungen und Blutabnahmen. Au√üerdem lernst Du alles dar√ľber, wie man medizinische Ger√§te wie z.B. ein EKG-Ger√§t richtig anwendet.

 

Pr√ľfung & Abschluss

Deine Abschlusspr√ľfung besteht aus drei schriftlichen Pr√ľfungsteilen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil werden folgende Bereiche gepr√ľft:

  • Behandlungsassistenz (120 Min.)
  • Betriebsorganisation und -verwaltung (120 Min.)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Min.)

Im praktischen Teil geht es darum, praxisbezogene Arbeitsabl√§ufe zu simulieren, demonstrieren, dokumentieren und pr√§sentieren. Nach der 75-min√ľtigen Pr√ľfungsaufgabe folgt ein 15-min√ľtiges Fachgespr√§ch.¬†

MFA Gehalt während der Ausbildung

Bei der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten handelt es sich wie bereits erw√§hnt um eine duale Ausbildung. Das hei√üt, dass Dir eine monatliche Ausbildungsverg√ľtung zusteht: dein Gehalt w√§hrend der Ausbildung. Diese wird nach Tarifvertrag bezahlt. In Zahlen bedeutet das f√ľr Dich:

  • Im 1. Ausbildungsjahr: 920 ‚ā¨ brutto¬†
  • Im 2. Ausbildungsjahr: 995 ‚ā¨ brutto¬†
  • Im 3. Ausbildungsjahr: 1075 ‚ā¨ brutto

MFA Gehalt nach der Ausbildung

Zwar gilt f√ľr Dich als Medizinische Fachangestellte ein bundesweiter Tarifvertrag ‚Äď dieser ist aber nicht allgemeinverbindlich. Er ist nur dann verpflichtend, wenn Du selbst Mitglied des Verbandes medizinischer Fachberufe und Dein Arbeitgeber Mitglied der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen f√ľr Medizinische Fachangestellte ist.¬†

Vor allem nach Tarif erwarten Dich sp√§ter im Job relativ gute Geh√§lter. Verg√ľtet Dein Unternehmen nicht nach Tarifvertrag, solltest Du Dich auf eine Gehaltsverhandlung einstellen. Hier kannst Du Dich an √ľblichen Geh√§ltern in der Branche orientieren.¬†

Als medizinische Fachangestellte liegt das Durchschnittsgehalt in Deutschland laut Entgeltatlas der Bundesagentur f√ľr Arbeit bei 2778 Euro.

Medizinische Fachangestellte: Tarifvertrag 2023

F√ľr Medizinische Fachangestellte gelten seit 2008 bundesweit einheitliche Tarifvertr√§ge. √úber die H√∂he des Gehalts wird j√§hrlich neu verhandelt. F√ľr Dich bedeutet das, dass Du regelm√§√üig eine Gehaltserh√∂hung bekommst ‚Äď die Dauer, seit der Du den Beruf aus√ľbst, bestimmt Dein Gehalt.
 

F√ľr dieses Jahr gilt bis zum 31.12.2023 folgende Gehaltstabelle:

Berufsjahr Gruppe I Gruppe II Gruppe III Gruppe IV Gruppe V Gruppe VI
1.-4. Berufsjahr 2206,98 ‚ā¨ 2372,50 ‚ā¨ 2482,85 ‚ā¨ 2648,38 ‚ā¨ 2869,07 ‚ā¨ 3200,12 ‚ā¨
5.-8. Berufsjahr 2396,46 ‚ā¨ 2576,19 ‚ā¨ 2696,02 ‚ā¨ 2875,75 ‚ā¨ 3115,40 ‚ā¨ 3474,87 ‚ā¨
9.-12. Berufsjahr 2548,90 ‚ā¨ 2740,07 ‚ā¨ 2867,51 ‚ā¨ 3058,68 ‚ā¨ 3313,57 ‚ā¨ 3695,91 ‚ā¨
13.-16. Berufsjahr 2620,87 ‚ā¨ 2817,44 ‚ā¨ 2948,48 ‚ā¨ 3145,04 ‚ā¨ 3407,13 ‚ā¨ 3800,26 ‚ā¨
17.-20. Berufsjahr 2899,50 ‚ā¨ 3116,96 ‚ā¨ 3261,94 ‚ā¨ 3479,40 ‚ā¨ 3769,35 ‚ā¨ 3204,28 ‚ā¨
21.-24. Berufsjahr 2952,34 ‚ā¨ 3173,77 ‚ā¨ 3321,38 ‚ā¨ 3542,80 ‚ā¨ 3838,03 ‚ā¨ 4280,89 ‚ā¨
25.-28. Berufsjahr 3005,17 ‚ā¨ 3230,57 ‚ā¨ 3380,82 ‚ā¨ 3606,21 ‚ā¨ 3906,72 ‚ā¨ 4357,50 ‚ā¨
29.+ Berufsjahr 3058,01 ‚ā¨ 3287,37 ‚ā¨ 3440,26 ‚ā¨ 3669,61 ‚ā¨ 3975,41 ‚ā¨ 4434,13 ‚ā¨

Quelle: Bundes√§rztekammer (o.D.). Gehaltstarifvertrag f√ľr Medizinische Fachangestellte/Arzthelferinnen. Abgerufen am 28. M√§rz 2023, von https://www.bundesaerztekammer.de/themen/mfa/gehaltstarifvertrag/

Die Eingruppierung in die jeweiligen T√§tigkeitsgruppen erfolgt auf Basis der durchgef√ľhrten T√§tigkeiten, Deiner Berufserfahrung und der Verantwortung. Als Berufseinsteiger kannst Du nach der Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von 2.206,98 ‚ā¨ brutto rechnen.

Zu T√§tigkeitsgruppe I z√§hlst Du zum Beispiel, wenn Du T√§tigkeiten nach allgemeinen Anweisungen ausf√ľhrst. Die vorausgesetzten Kenntnisse und F√§higkeiten entsprechen dabei den erworbenen in der Berufsschule.
F√ľr Gruppe II wird schon ein selbst√§ndiges Ausf√ľhren von Arbeiten erwartet, wof√ľr es gr√ľndliche und/oder vielseitige Fachkenntnisse in einem Arbeitsbereich braucht. Voraussetzung sind Fortbildungen im Ausma√ü von mindestens 40 Stunden oder eine entsprechende Berufserfahrung.

In T√§tigkeitsgruppe V werden leistungsbezogene T√§tigkeiten durchgef√ľhrt, die besonders gr√ľndliche und vielseitige Fachkenntnisse in komplexen Arbeitsbereichen erfordern. Voraussetzungen sind Fortbildungsma√ünahmen von mindestens 360 Stunden und entsprechende Berufserfahrung.

 

MFA Gehalt: Unterschiede nach Bundesländern

Zwar gibt es f√ľr Medizinische Fachangestellte einen bundesweit g√ľltigen Tarifvertrag, doch wie Du vermutlich wei√üt, wirst Du nicht in jedem Betrieb nach Tarif bezahlt. Daraus ergeben sich in den verschiedenen Bundesl√§ndern in Deutschland auch unterschiedliche Geh√§lter als MFA. Durchschnittlich verdient ein Medizinischer Fachangestellter in Deutschland 2778 Euro brutto im Monat. Am h√∂chsten ist der Verdienst in Hamburg, am geringsten ist das Gehalt in Sachsen-Anhalt. Die Diskrepanz zwischen den alten und neuen Bundesl√§ndern wird beim MFA-Gehalt besonders deutlich.

Grafik: Durchschnittliches Gehalt als MFA in den Bundesländern in Deutschland

Quelle: Bundesagentur f√ľr Arbeit. (2022). Entgeltatlas ‚Äď Entgelt f√ľr den Beruf: Medizinische/r Fachangestellte/r. https://web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/33213
 

Wie kann man sich als Medizinische Fachangestellte weiterbilden?

Weiterbildungen sind hilfreich, um Deine Kenntnisse und F√§higkeiten zu erweitern. Du bist dadurch nicht nur flexibler in Deinem Betrieb einsetzbar, sondern auch f√ľr zuk√ľnftige Arbeitgeber interessanter. Auch das ansteigende Gehalt kann ein guter Grund f√ľr eine Weiterbildung sein.¬†

Grunds√§tzlich unterscheidet man in Anpassungsfortbildungen und Aufstiegsfortbildungen. Anpassungsfortbildungen sind darauf ausgelegt, Deinen Aufgabenbereich zu erweitern und F√§hig- und Fertigkeiten m√∂glichst aktuell zu halten. Aufstiegsfortbildungen dienen vor allem dazu, mehr Verantwortung zu √ľbernehmen oder in leitenden Positionen t√§tig werden zu k√∂nnen.
 

Anpassungsfortbildungen

Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen Du Dich als MFA fortbilden kannst. Die Anpassungsfortbildungen sind eine einfache Möglichkeit, schnell Wissen anzueignen oder Dich in einem Aufgabenbereich zu spezialisieren. Bei dieser Art der Weiterbildung handelt es sich meistens um kurze Lehrgänge, die innerhalb weniger Tage abgeschlossen sind. Fortbildungen sind z.B.:

  • Pr√§vention bei Jugendlichen und Erwachsenen
  • Strahlenschutzkurs
  • Wundbehandlung
  • Hygienemanagement
  • Qualit√§tsmanagement
  • Patientenbegleitung und Koordination
  • Notfallmanagement / Erweiterte Notfallkompetenz¬†

 

Aufstiegsfortbildungen

Durch Aufstiegsfortbildung werden Dir zus√§tzliche leitende oder organisatorische Aufgaben er√∂ffnet. Ein breites T√§tigkeitsspektrum und mehr Verantwortung bedeuten f√ľr Dich auch mehr Gehalt ‚Äď also durchaus eine interessante Option, sich nach der MFA-Ausbildung noch zus√§tzlich weiterzubilden.

Folgende Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt es:

Diese Fortbildung umfassen in der Regel mehrere Monate, da sie berufsbegleitend durchgef√ľhrt werden. Bedenke auch, dass Du mit zus√§tzlichen Kosten von mind. 1500 ‚ā¨ zu rechnen hast.¬†

 

Fazit: Warum sollte man Medizinische Fachangestellte werden?

Ohne Dich als Medizinischer Fachangestellter ist der Praxisalltag nicht m√∂glich ‚Äď Du √ľbernimmst viele organisatorische, medizinische und pers√∂nliche Aufgaben und bist so f√ľr das Gesundheitswesen auch in Zukunft unverzichtbar. Die T√§tigkeit ist sehr abwechslungsreich und l√§sst sich durch Weiterbildungen weiter ausbauen. H√§ufig wirst Du nach Tarif bezahlt und bekommst so ein durchschnittliches Gehalt von 2600 Euro.

FAQ

Wie viel eine MFA nach der Ausbildung verdient, hängt unter anderem davon ab, ob man nach Tarif bezahlt wird oder nicht. Durchschnittlich verdient eine Medizinische Fachangestellte in Deutschland 2600 Euro brutto.
Am besten kann man eine mittlere Reife vorweisen. Doch auch mit einem Hauptschulabschluss oder in seltenen Fällen auch ohne Schulabschluss kann die Ausbildung möglich sein.

Weiterf√ľhrende Quellen

https://www.mfa-mal-anders.de/karriere/jobs-und-berufsbilder

https://www.fortbildung-mfa.de/